Ein fliehendes, untersetztes Kinn erscheint im Profil nach hinten verlagert. Meist handelt es sich um eine angeborene Normvariante. Das fliehende Kinn kann sich aber auch nach Brüchen des Unterkiefers oder im Alter durch eine Knochenverschmächtigung ausbilden. Ein fliehendes Kinn wird in der Medizin als Mikrogenie bezeichnet und findet sich in extremer Form bei einigen Syndromen (zB. Robin Syndrom, Seckel Syndrom, Dysostosis mandibulofacialis = Franceschetti Syndrom). Man spricht hier auch vom Vogelgesicht, wegen des typischen Profils. Hier liegt allerdings nicht nur ein fliehendes Kinn vor, sondern eine Unterentwicklung des gesamten Unterkiefers. Generell ist zu unterscheiden, ob es sich nur um ein fliehendes Kinn handelt oder ob eine Fehlbildung des gesamten Kiefers / Unterkiefers (skelettale Dysgnathie) vorliegt. Bei Letzterem macht ein Fehlbiss oft Beschwerden oder kann dies in Zukunft tun.

Fliehendes Kinn: Häufige Beschwerden

Atembeschwerden

Schnarchen

Schlafstörungen

Chronische Müdigkeit

Depression